„WLAN trotz Schufa“ gehört zu den häufigsten Suchanfragen, die auf dieser Seite landen. Dahinter steht meist eine einfache Situation: Zu Hause soll drahtloses Internet laufen, für Handy, Laptop, Fernseher und die Kinder, und ein negativer SCHUFA-Eintrag macht die Sache unsicher. Die gute Nachricht vorweg: WLAN trotz Schufa ist in den meisten Fällen möglich. Damit die Suche nicht in die Irre führt, lohnt es sich aber, zuerst ein Missverständnis auszuräumen.
WLAN ist kein Vertrag, sondern nur das Funknetz im Haus
Niemand schließt einen „WLAN-Vertrag“ ab, auch wenn Anbieter das Wort gern in Werbung schreiben. WLAN ist die Funkverbindung zwischen Ihrem Router und Ihren Geräten. Was Sie tatsächlich brauchen, sind zwei Dinge: einen Internetanschluss und einen Router, der ein WLAN aufspannt. Die Bonitätsprüfung betrifft ausschließlich den Anschluss, weil nur dort ein Vertrag mit monatlicher Zahlungsverpflichtung entsteht. Der Router selbst ist ein Gerät, das Sie kaufen, mieten oder bereits besitzen. Wer also „WLAN ohne Schufa“ sucht, sucht in Wirklichkeit einen Internetanschluss, der trotz Eintrag geschaltet wird. Alle Wege dorthin haben wir im Ratgeber Internet trotz Schufa ausführlich beschrieben; hier geht es um die Frage, welcher Weg fürs Heim-WLAN am besten passt.
Vier Wege zu WLAN trotz Schufa
- DSL- oder Kabelanschluss mit Prüfung. Der normale Weg: Ein Anbieter schaltet eine Leitung, der Router hängt daran, das WLAN läuft im ganzen Haus mit voller Geschwindigkeit und ohne Datenlimit. Die Bonität wird geprüft, aber ein Eintrag allein führt selten zur Ablehnung. Wer es über uns versucht: Nach unserer Erfahrung führen rund 85 Prozent der Bestellungen zu einem Anschluss, ausdrücklich keine Garantie.
- Anschluss mit Kaution. Einige Anbieter verzichten gegen eine Kaution auf die Prüfung. Sinnvoll für Menschen mit harten Negativmerkmalen, aber teurer im Monat und mit Vorleistung verbunden.
- LTE- oder 5G-Router mit Prepaid-Karte. Ein Mobilfunkrouter mit Guthabenkarte braucht keine Bonitätsprüfung, weil kein Vertrag entsteht. Er liefert ebenfalls WLAN für alle Geräte. Nachteile: begrenztes Datenvolumen, höhere Kosten pro Gigabyte, schwankende Geschwindigkeit je nach Empfang. Für einen Haushalt, der abends streamt, reicht das Volumen oft nicht. Als Überbrückung bis zum Festnetzanschluss ist es aber eine gute Lösung.
- Hotspot vom Handy. Fast jedes Smartphone kann sein mobiles Internet per WLAN teilen. Für kurzfristige Nutzung am Laptop funktioniert das, für Fernseher und mehrere Personen im Alltag nicht.
Welche Variante zu welchem Bedarf passt, vergleichen wir im Ratgeber Prepaid, LTE oder DSL.
Die Router-Frage: mieten, kaufen oder eigenen nutzen
Beim Festnetzanschluss kommt die zweite Entscheidung: Woher kommt der WLAN-Router? Seit August 2016 gilt in Deutschland die Routerfreiheit. Der Anbieter muss Ihnen die Zugangsdaten zum Anschluss herausgeben, und Sie dürfen jeden passenden Router anschließen. Das gilt für DSL und Kabel; bei Glasfaser ist die Lage in der Praxis noch uneinheitlich. Für WLAN trotz Schufa ergeben sich daraus drei Möglichkeiten:
- Router mieten. Beim Tarif, den wir vermitteln, ist der WLAN-Router HomeServer Pro (UVP 429 Euro) bereits inklusive. Vorteil: keine Einmalzahlung, bei einem Defekt wird das Gerät getauscht, die Einrichtung ist vorkonfiguriert. Nachteil: über 24 Monate summiert sich die Miete auf rund 168 Euro.
- Router kaufen. Ein guter DSL-Router mit WLAN kostet neu zwischen 80 und 200 Euro, gebraucht deutlich weniger. Wer die Einmalzahlung aufbringen kann, spart über die Laufzeit. Bei knapper Kasse ist die Miete meist die entspanntere Lösung.
- Vorhandenen Router weiterverwenden. Wer aus einem früheren Vertrag noch ein eigenes Gerät hat, kann es meist weiter nutzen. Achten Sie darauf, dass es zum Anschlusstyp passt (DSL, Kabel oder Glasfaser) und dass es Ihnen gehört, nicht dem alten Anbieter.
Die Rechnung mit allen Varianten steht im Beitrag Router bei negativer SCHUFA.
Was gegen den Festnetzanschluss spricht
Ehrlicherweise passt DSL nicht für jeden. Wer nur vorübergehend an einem Ort wohnt, hat mit 24 Monaten Laufzeit ein Problem. Wer gerade in der Privatinsolvenz steckt oder eine offene Forderung bei einem Telekommunikationsanbieter hat, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit abgelehnt; dann ist ein Prepaid-LTE-Router die realistischere Wahl. Und wer die erste reguläre Rechnung nicht sicher bezahlen kann, sollte lieber warten, denn eine gesperrte Leitung und ein weiterer Eintrag verschlechtern die Lage. Was bei einem Zahlungsrückstand rechtlich gilt, steht im Beitrag Internet gesperrt wegen offener Rechnung.
Woran Sie unseriöse „WLAN ohne Schufa“-Angebote erkennen
Der Suchbegriff zieht Anbieter an, die mit der Notlage Geld verdienen. Vorsicht bei Angeboten, die vor Vertragsschluss eine Vermittlungsgebühr, Vorkasse oder eine Kaution an einen Vermittler verlangen, bei „garantiert ohne Prüfung“ für Tarife von Telekom, Vodafone, 1&1 oder o2, und bei Router-Bundles, deren Gerät Sie teuer abbezahlen, obwohl es weniger kann als ein Mietgerät. Seriöse Vermittler werden vom Anbieter bezahlt, nicht vom Kunden. Eine Kaution kann in Ordnung sein, wenn sie an den Netzanbieter selbst geht und vertraglich geregelt ist.
So gehen Sie am besten vor
- Prüfen Sie, welche Anschlussart an Ihrer Adresse verfügbar ist. DSL gibt es fast überall, Kabel und Glasfaser nur in bestimmten Gebieten.
- Bestellen Sie einen schlanken Tarif ohne TV-Paket und Zusatzoptionen. Je kleiner die monatliche Verpflichtung, desto eher geht die Prüfung durch.
- Entscheiden Sie die Router-Frage nach Kassenlage: Miete bei knappem Budget, Kauf bei längerer Perspektive, eigenes Gerät, wenn vorhanden.
- Wenn Sie sofort online sein müssen: Überbrücken Sie die Wartezeit bis zur Schaltung mit einer Prepaid-Datenkarte oder dem Handy-Hotspot.
Wer den regulären Weg über einen DSL-Anschluss gehen möchte, findet alle Tarifdetails, den Ablauf der Bestellung und die ehrliche Einschätzung der Chancen auf unserer Seite zu DSL trotz Schufa.