Die Telekom ist für viele die erste Adresse, wenn es um einen Festnetzanschluss geht: eigenes Netz, gute Verfügbarkeit, verlässlicher Service. Genau deshalb landen viele Menschen mit negativem Eintrag bei der Frage, ob Telekom DSL trotz Schufa möglich ist. Die ehrliche Antwort: Ja, aber die Telekom prüft gründlicher als die meisten anderen Anbieter, und sie hat einen eigenen Weg für Kunden mit schwacher Bonität, die Sicherheitsleistung. Dieser Ratgeber erklärt, wie die Prüfung abläuft, was die Sicherheitsleistung bedeutet und wann ein anderer Anbieter die bessere Wahl ist.
So prüft die Telekom die Bonität
Nach der Bestellung läuft bei der Telekom zunächst eine konzerninterne Prüfung: Gab es früher einen Vertrag bei der Telekom, offene Rechnungen, eine Sperre? Danach fragt sie bei Auskunfteien an. Nach eigenen Angaben nutzt die Telekom neben der SCHUFA Holding AG auch die CRIF GmbH und weitere Auskunfteien, darunter Creditreform und Inkassodienste. Die Entscheidung fällt in der Regel automatisiert innerhalb weniger Stunden bis Tage. Drei Ergebnisse sind möglich: Der Auftrag wird angenommen, er wird abgelehnt, oder die Telekom bietet den Vertrag gegen eine Sicherheitsleistung an.
Ein Vermittler kann diese Prüfung nicht umgehen. Wer Ihnen „Telekom DSL garantiert ohne Schufa“ verspricht, sagt nicht die Wahrheit. Was ein guter Vermittler kann: den Auftrag so aufsetzen, dass die Chancen steigen, und bei einer Ablehnung sofort den nächsten Anbieter ansteuern.
Die Sicherheitsleistung: Kaution direkt bei der Telekom
Fällt die Prüfung nicht eindeutig aus, verlangt die Telekom häufig eine Sicherheitsleistung. Sie erhalten dann eine Nachricht mit einem Betrag, den Sie vorab überweisen müssen; erst danach wird der Anschluss geschaltet. Die Höhe legt die Telekom im Einzelfall fest, in Erfahrungsberichten ist meist von einem dreistelligen Betrag die Rede. Die Sicherheitsleistung ist keine Gebühr, sondern eine Kaution: Bei pünktlicher Zahlung wird sie nach einer gewissen Zeit oder nach Vertragsende wieder ausgezahlt.
Dieser Weg ist seriös, weil das Geld an den Netzbetreiber geht, der die Leitung tatsächlich schaltet, und weil die Rückzahlung vertraglich geregelt ist. Er hat aber zwei Haken: Sie müssen die Summe vorab aufbringen, und Sie bekommen keine Aktionskonditionen, die anderswo selbstverständlich sind. Wer die Sicherheitsleistung nicht zahlen kann oder will, sollte den Auftrag stornieren, statt ihn offen liegen zu lassen, denn eine unbezahlte Sicherheitsleistung bringt keinen Anschluss.
Welcher Telekom-Tarif die besten Chancen hat
Je kleiner die monatliche Verpflichtung, desto eher sagt die Telekom Ja. Der günstigste Einstieg ist MagentaZuhause S mit bis zu 50 Mbit/s und Telefon-Flat, nach Anbieterangabe ab rund 24 Euro im Monat in der Aktionsphase. Verzichten Sie auf MagentaTV, auf die Router-Miete, wenn Sie ein eigenes Gerät haben, und auf jede Zusatzoption. Ein schlanker Auftrag hat bei jedem Anbieter die besten Chancen, bei der Telekom besonders, weil sie das Gesamtrisiko des Vertrags bewertet.
Wann die Telekom nicht der richtige Weg ist
- Offene Forderung bei der Telekom selbst. Die interne Prüfung findet sie sofort, unabhängig von der SCHUFA. Ohne Ausgleich der Forderung gibt es keinen neuen Vertrag.
- Laufende Privatinsolvenz. Ein regulärer Telekom-Vertrag wird meist abgelehnt, auch mit Sicherheitsleistung. Hier ist ein Prepaid-LTE-Router die realistischere Lösung; mehr dazu im Ratgeber Internet nach der Privatinsolvenz.
- Kein Geld für die Kaution. Dann ist ein Anbieter, der ohne Sicherheitsleistung arbeitet, der bessere Weg.
Die Alternative: derselbe Anschluss, anderer Anbieter
Das Wichtigste, was viele nicht wissen: Die Leitung ins Haus gehört fast überall der Telekom, aber sie wird auch von anderen Anbietern genutzt. Vodafone, o2, 1&1 und weitere Unternehmen schalten ihre DSL-Anschlüsse über dieselbe Telekom-Leitung, prüfen die Bonität aber nach eigenen Regeln. Eine Ablehnung bei der Telekom heißt also nicht, dass an Ihrer Adresse kein DSL möglich ist. Es heißt nur, dass die Telekom nicht will.
Genau so arbeiten wir: Wir vermitteln einen regulären DSL 250 mit bis zu 250 Mbit/s und Festnetz-Flat, in den ersten sechs Monaten 0 Euro, danach 49,99 Euro im Monat, ohne Kaution und ohne Vorkasse. Lehnt der erste Anbieter ab, versuchen wir es mit derselben Bandbreite beim nächsten. Nach unserer Erfahrung werden rund 85 Prozent der Bestellungen angeschaltet, ausdrücklich ohne Garantie. Wie Sie das in zwei Minuten prüfen lassen, steht auf der Startseite unter DSL trotz Schufa.
So erhöhen Sie Ihre Chancen, egal bei welchem Anbieter
- Nicht bei mehreren Anbietern gleichzeitig bestellen. Jede Anfrage wird bei den Auskunfteien gespeichert und verschlechtert den Score für die nächste. Erst Telekom oder erst über uns, aber nicht beides parallel.
- Schlanker Tarif. Kein TV, keine Optionen, wenn möglich eigener Router.
- Erledigte Einträge prüfen. Bezahlte Forderungen werden nach Fristablauf gelöscht. Die kostenlose Datenkopie nach Art. 15 DSGVO zeigt, was gespeichert ist; wie Sie falsche Einträge loswerden, steht im Ratgeber SCHUFA-Eintrag löschen lassen.
- Telefonisch erreichbar sein. Bei uns ruft ein Techniker an, um Wohnung und Telefondose zu klären; ohne diesen Kontakt kann kein Auftrag bearbeitet werden.
- Bei Ablehnung nicht aufgeben. Was danach sinnvoll ist, zeigt DSL-Antrag abgelehnt: Was jetzt?.
Fazit
Telekom DSL trotz Schufa ist möglich, oft aber nur gegen eine Sicherheitsleistung und mit einem kleinen Tarif. Wer die Kaution nicht vorstrecken will oder kann, nimmt denselben Anschluss über einen anderen Anbieter, der ohne Kaution arbeitet. Alle Wege zum Anschluss, von DSL über Kabel bis LTE, fasst der große Ratgeber Internet trotz Schufa zusammen.