„Internet ohne SCHUFA-Prüfung“ — der Satz steht auf vielen Seiten. Er klingt gut, und er ist in dieser Form fast immer falsch. Was wirklich möglich ist, erklären wir hier ohne Schönfärberei.
Warum „komplett ohne Prüfung“ praktisch nicht existiert
Ein Festnetzanschluss ist ein Dauerschuldverhältnis. Der Anbieter geht in Vorleistung, überlässt Ihnen Technik und rechnet nachträglich ab. Kein seriöses Unternehmen macht das, ohne vorher abzuschätzen, wie wahrscheinlich die Zahlung ist. Wer Ihnen zusagt, ganz auf jede Prüfung zu verzichten, verspricht entweder etwas, das er nicht halten kann — oder er verlangt dafür Vorkasse.
Was tatsächlich funktioniert
Realistisch sind vier Wege, jeder mit eigenen Vor- und Nachteilen.
1. Ein Anbieter mit milderen Kriterien
Netzbetreiber bewerten unterschiedlich streng, und die Kriterien ändern sich laufend. Wer bei einem abgelehnt wird, bekommt beim nächsten oft problemlos einen Vertrag. Das ist der Weg, den wir gehen: Wir stellen Ihren Antrag dort, wo er gerade die besten Chancen hat, und weichen bei einer Absage auf ein anderes Netz aus. Vorteil: normaler Vertrag, normaler Preis, feste Leitung. Nachteil: eine Garantie gibt es nicht, bei uns führen rund 70 Prozent der Anfragen zum Anschluss.
2. Prepaid-Internet über Mobilfunk
Sie kaufen Datenvolumen im Voraus, es gibt keinen Vertrag und damit auch keine Prüfung. Vorteil: funktioniert wirklich immer und sofort. Nachteil: deutlich teurer pro Gigabyte, Datenlimits, und für Videokonferenzen oder Streaming in einem Mehrpersonenhaushalt in der Regel zu wenig.
3. Vertrag über eine dritte Person
Ein Familienmitglied schließt den Vertrag ab. Das funktioniert — aber diese Person haftet vollständig für alle Kosten, auch wenn Sie den Anschluss nutzen. Bedenken Sie das, bevor Sie jemanden darum bitten.
4. Erst die SCHUFA aufräumen
Nach Artikel 15 DSGVO haben Sie Anspruch auf eine kostenlose Datenkopie — kostenlos und nicht auf einmal im Jahr begrenzt. Falsche oder erledigte Einträge können Sie beanstanden. Das ist der nachhaltigste Weg, dauert aber Wochen bis Monate — und hilft Ihnen heute Abend nicht weiter.
Woran Sie unseriöse Angebote erkennen
- Vorkasse oder „Bearbeitungsgebühr“, bevor überhaupt geprüft wurde
- eine Anschlussgarantie — die kann niemand geben
- kein vollständiges Impressum mit Anschrift und Handelsregisternummer
- Preise, die auf der Startseite anders lauten als im Vertragsdokument
- Angebote, SCHUFA-Einträge gegen Gebühr „löschen“ zu lassen
Unser Angebot, damit Sie vergleichen können
1&1 DSL 250, bis zu 250 Mbit/s im Download und 40 Mbit/s im Upload: 0,– € monatlich in den ersten 6 Monaten, danach 44,99 €. Einmalig 49,95 € Bereitstellungspreis, 24 Monate Mindestlaufzeit, WLAN-Router 6,99 € monatlich zusätzlich. Dazu 50 € Cashback, wenn Sie uns die ersten drei bezahlten Rechnungen zusenden — zusammen mit den sechs beitragsfreien Monaten rund 300 € Preisvorteil.
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