Prepaid, LTE oder DSL: Internet ohne SCHUFA-Prüfung

Prepaid, LTE oder DSL: Internet ohne SCHUFA-Prüfung

Wenn der DSL-Antrag scheitert, tauchen schnell die Alternativen auf: Prepaid-Surfsticks, LTE-Router, Datentarife ohne Vertrag. Manche davon sind eine ehrliche Lösung, andere werden Ihnen teuer verkauft. Hier steht, was wirklich taugt — auch dort, wo es gegen unser eigenes Angebot spricht.

Warum diese Wege ohne Prüfung auskommen

Eine Bonitätsprüfung macht ein Anbieter, weil er in Vorleistung geht: Er schaltet die Leitung frei und stellt am Monatsende die Rechnung. Wo Sie vorher bezahlen, entfällt dieses Risiko — und damit meistens auch die Prüfung. Das ist das ganze Prinzip hinter „ohne SCHUFA“.

Prepaid-Datentarife

Sie kaufen eine SIM-Karte, laden Guthaben auf und buchen ein Datenpaket. Keine Laufzeit, keine Prüfung, kein Vertrag.

Passt, wenn: Sie überbrücken müssen, wenig Datenvolumen brauchen oder nur ein Handy versorgen wollen.

Passt nicht, wenn: mehrere Menschen im Haushalt online sind, gestreamt wird oder jemand im Homeoffice arbeitet. Pro Gigabyte ist Prepaid mit Abstand die teuerste Art zu surfen. Wer den Bedarf eines normalen Haushalts damit deckt, zahlt schnell ein Vielfaches eines DSL-Anschlusses.

LTE- und 5G-Router für zuhause

Ein Router, der statt der Telefonleitung das Mobilfunknetz nutzt und daraus WLAN für die ganze Wohnung macht. Es gibt sie mit Vertrag (dann mit Prüfung) und mit Prepaid-Karte (dann ohne).

Passt, wenn: an Ihrer Adresse kein brauchbares DSL liegt, Sie oft umziehen oder nur für einige Monate etwas brauchen.

Worauf Sie achten müssen:

  • Die Geschwindigkeit hängt vom Empfang in Ihrer Wohnung ab, nicht vom Tarif. In einer Erdgeschosswohnung mit dicken Wänden kann aus „bis zu 100 Mbit/s“ sehr wenig werden.
  • Der Router selbst kostet Geld — je nach Modell zwischen 70 und über 200 Euro, und den zahlen Sie im Prepaid-Fall vorab.
  • Bei „unbegrenzten“ Tarifen steht im Kleingedruckten oft eine Grenze, ab der gedrosselt wird.

Kabel-Internet

Über den Fernsehanschluss, wenn im Haus einer liegt. Geprüft wird hier genauso — aber es ist ein anderer Anbieter mit anderen Kriterien. Wer bei einem DSL-Anbieter abgelehnt wurde, hat beim Kabelanbieter unter Umständen bessere Karten. Ein Versuch, der oft übersehen wird.

Was wir Ihnen nicht empfehlen

  • „DSL ohne SCHUFA, garantiert“ gegen Kaution oder Vorkasse. Seriöse Anbieter verlangen kein Geld dafür, dass Sie Kunde werden dürfen.
  • Der Anschluss auf den Namen eines anderen. Das ist kein Trick, sondern im schlimmsten Fall Betrug — und wenn etwas schiefgeht, hängt der andere in der Haftung.
  • Firmen, die gegen Gebühr SCHUFA-Einträge „entfernen“. Warum das nicht funktioniert, steht hier.

Der ehrliche Vergleich

Prepaid und LTE haben ihren Platz: als Überbrückung, bei schlechter Leitungslage, bei geringem Bedarf. Für einen normalen Haushalt über zwei Jahre gerechnet sind sie fast immer teurer und langsamer als ein richtiger Anschluss — und sie bauen nichts auf. Ein DSL-Vertrag, der 24 Monate lang zuverlässig bezahlt wird, verbessert Ihre Bonität; eine Prepaid-Karte tut das nicht.

Was ein Anschluss bei uns über die volle Laufzeit kostet, steht komplett durchgerechnet hier. Und bevor Sie auf eine Notlösung ausweichen, lohnt der Blick darauf, wie die einzelnen Anbieter bei negativer SCHUFA entscheiden — die Unterschiede sind größer, als die meisten erwarten.

Erst prüfen lassen, dann entscheiden — kostenlos