Ein Umzug ist der Moment, in dem viele zum ersten Mal merken, dass ihre SCHUFA ein Problem ist. Der alte Anschluss lief jahrelang klaglos — aber am neuen Wohnort will der Anbieter plötzlich neu prüfen, und die Antwort fällt anders aus als erwartet.
Warum wird beim Umzug überhaupt neu geprüft?
Das kommt darauf an, was Sie beantragen:
- Umzug des bestehenden Vertrags. Der Vertrag läuft weiter, nur die Adresse ändert sich. Hier prüfen viele Anbieter gar nicht oder nur oberflächlich — Sie sind ja bereits Kunde und haben bezahlt.
- Neuer Vertrag bei einem anderen Anbieter. Hier läuft die volle Bonitätsprüfung, genau wie bei jedem Neukunden.
Daraus folgt der wichtigste Rat für alle mit negativer SCHUFA: Prüfen Sie zuerst, ob Ihr bestehender Anbieter an die neue Adresse liefern kann. Ein Umzug des laufenden Vertrags ist fast immer der leichtere Weg als ein Neuvertrag — selbst wenn ein anderer Anbieter dort ein paar Euro günstiger wäre.
Wenn der alte Anbieter nicht liefern kann
Dann brauchen Sie einen Neuvertrag, und damit die volle Prüfung. Was jetzt zählt:
- Zeitpunkt. Kümmern Sie sich früh. Zwischen Auftrag und Freischaltung liegen in der Regel zwei bis drei Wochen, bei einem Neuanschluss ohne bestehende Leitung auch mehr. Wer erst am Umzugstag anfängt, sitzt Wochen ohne Internet.
- Adresse. Melden Sie den Vertrag auf die neue Adresse an, nicht auf die alte. Eine Adresse, die nicht zu den bei der SCHUFA hinterlegten Daten passt, führt zu Rückfragen und manchmal zur Ablehnung — schlicht, weil die Zuordnung nicht sauber ist.
- Nicht überall gleichzeitig anfragen. Mehrere Anträge kurz hintereinander bei verschiedenen Anbietern sehen nicht gut aus. Besser der Reihe nach, oder Sie lassen es jemanden für Sie koordinieren.
Die Technik entscheidet mit
An der neuen Adresse ist nicht jedes Netz verfügbar, und die möglichen Geschwindigkeiten unterscheiden sich teils erheblich — auch zwischen zwei Häusern in derselben Straße. Deshalb steht am Anfang immer die Verfügbarkeitsprüfung. Wer Ihnen einen Tarif verspricht, ohne die Adresse geprüft zu haben, verspricht ins Blaue.
Das gilt besonders, wenn Sie aufs Land ziehen. Dort kann es sein, dass gar kein DSL in brauchbarer Geschwindigkeit anliegt — dann ist die Bonität plötzlich nicht mehr das Problem, sondern die Leitung.
Den alten Vertrag nicht vergessen
Wenn Sie den Anbieter wechseln, muss der alte Vertrag gekündigt werden. Zwei Dinge, an denen es oft hakt:
- Ein Umzug ist kein Sonderkündigungsrecht, solange der Anbieter an der neuen Adresse liefern kann. Kann er es nicht, dürfen Sie mit einer Frist von einem Monat kündigen.
- Eine offene Rechnung beim alten Anbieter ist der schnellste Weg zu einem neuen negativen Eintrag — und der macht den nächsten Vertrag schwerer. Klären Sie Restforderungen, bevor Sie umziehen.
Wie wir dabei helfen
Sagen Sie uns die neue Adresse, wir prüfen, welches Netz dort liegt und welcher Anbieter Ihren Auftrag am ehesten annimmt. Wird er abgelehnt, versuchen wir es beim nächsten Netz, ohne dass Sie sich erneut durch Formulare arbeiten. Wie die einzelnen Anbieter prüfen, steht hier.
Falls Sie schon eine Absage kassiert haben: Was dann sinnvoll ist — und was nicht.